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Bodenständig und bewährt – Auch in dritter Generation

Bei der Jubiläumsfeier von Kern-Wohnbau erleben die Gäste eine kurzweilige Zeitreise
in die 50-jährige Firmengeschichte des Öhringer Familienunternehmens.

50-Jahre-Wohnbau-Kern
Zwei Generationen Kern-Wohnbau bei der Jubiläumsfeier. Rechts auf dem Foto: Gabriele Widmann (Tochter des Firmengründers) und Dr. Peter Widmann mit ihrem Sohn Dr. Heiko Widmann und dessen Ehefrau Okad Widmann (links).

Das Familienunternehmen mit “50 Jahren Erfahrung“ ist unübersehbar auf einem Transparent über der Bühne zu lesen. Ebenso unübersehbar dreht sich im hinteren Bereich von Weiblers Festhalle in Siebeneich seit vielen Stunden ein 250 Kilo schwerer Ochs am Spieß. Grund genug für Dr. Heiko Widmann, Geschäftsführer von Kern-Wohnbau und Enkel des Firmengründers Richard Kern, seine Festrede noch etwas nach hinten zu schieben. „Die wäre zur jetzigen Zeit wohl eher eine Strafe“, sagte er und empfahl den rund 200 Wegbegleitern des Familienunternehmens erstmal „gemeinsam den Ochsen kleinzukriegen“.

Bautradition
Im Anschluss nahm er seine Jubiläumsgäste unter dem Motto „50 Jahre Bautradition“ mit auf eine kurzweilige Zeitreise durch die Firmengeschichte des Öhringer Bauträgers und zeichnete zunächst den Weg des Firmengründers Richard Kern „vom schwerverletzten Soldaten im zweiten Weltkrieg über Bürgermeisteramt und Landmaschinenhandel zum Bauträger“ nach. Dabei wurde deutlich, dass sowohl Richard Kern wie auch sein Enkel „über Umwege ihre Heimat im Bauwesen gefunden haben“. Denn auch Dr. Heiko Widmanns berufliche Karriere als promovierter Maschinenbauingenieur und Materialwissenschaftler begann zunächst „baufremd“. Seine Erklärung für die Umorientierung: „Nachdem Kern-Wohnbau ein Familienunternehmen ist und Bauwerke Emotionen auslösen, die schöner sind als nüchterne Atome, war für mich der Wechsel von der Materialwissenschaft zum Traditionsunternehmen schnell entschieden.“

„Alle am Bau Beteiligten schätzten Richard Kerns Handschlag und dessen Verbindlichkeit.“
Dr. Heiko Widmann über den Firmengründer

Heiko Widmann erinnerte auch an das Jahr 1968, als sich sein Großvater entschlossen hatte, Grundstücke aus Familienbesitz zu bebauen, weil die Nachfrage nach Landmaschinen nachgelassen hatte: „Mit der Richard Kern-Wohnbau legte er gemeinsam mit seiner Ehefrau Hilde den Grundstein für das heutige Unternehmen.“ Mit der ersten Mitarbeiterin, einer Sekretärin, habe dann im „Einzimmerbüro im Öhringer Einfamilienhaus“ der Erfolg begonnen. Den Grund dafür sieht Dr. Heiko Widmann auch in der Bodenständigkeit seines Großvaters: „Alle am Bau Beteiligten schätzten Richard Kerns Handschlag und dessen Verbindlichkeit.“ Rasch machte sich das Unternehmen einen guten Namen in der Region und wurde 1978 als Kern-Wohnbau GmbH ins Handelsregister eingetragen. Zehn Jahre später – in der „Rekordzeit der Firma“ – holte sich Richard Kern den Bauingenieur Richard Kübler ins Boot, der das Unternehmen „über 26 Jahre als Geschäftsführer begleitete“. In diesem Zusammenhang würdigte Widmann auch Treue, Engagement, Leistung und Loyalität weiterer langjähriger Mitarbeiter, ob Reinhard Frischknecht, Loni Weibler, Annette Möhler oder Ilse Mütsch. „Sehr dankbar“ zeigte sich Dr. Heiko Widmann über die Entscheidung seiner Eltern, die Firma nach dem Tod von Richard Kern weiterzuführen.

Als er am 1. Oktober 2008 in die Firma eingetreten sei, habe es Kern-Wohnbau „nicht leicht gehabt“, so Widmann: „Es waren kaum Umsätze zu verzeichnen und wir waren froh um jede verkaufte Wohnung.“ Dennoch habe das Unternehmen seinen „Mitarbeitern die Treue gehalten und nicht einen dieser wertvollen Menschen aufgrund der schlechten Marktlage gehen lassen“. Doch der Aufschwung habe nicht lange auf sich warten lassen und „richtige Entscheidungen bezüglich Standorten, Architektur, Qualität und zukunftsweisender Energietechnik“ hätten zu den „steigenden Verkaufszahlen“ beigetragen. Nicht zuletzt habe sich Kern-Wohnbau unter dem Motto „Bodenständig bleiben und auf Bewährtes bauen“ zur erfolgreichen Marke entwickelt. Als aktuelle Herausforderung bezeichnete er es, „bezahlbare Grundstücke in sehr guter Lage zu erwerben, diese effizient zu überplanen und zu einem erschwinglichen Preis nachhaltig zu bebauen“. Sein Fazit: „All dem können wir gerecht werden, auch wenn es nicht einfach ist – aber einfach kann jeder.“ Im Rückblick auf die erfolgreiche Firmengeschichte zeigte sich Widmann sicher, dass Kern-Wohnbau auch in eine „erfolgreiche Zukunft marschiert“.

Stolz
Mit „zwei wichtigen Aspekten“ ergänzte Gabriele Widmann, Tochter des Firmengründers, die Zeitreise ihres Sohnes: dem Entschluss von ihr und ihrem Mann, die Firma nach dem Tod von Richard Kern im Jahre 1991 als Familienunternehmen weiterzuführen und dem Entschluss ihres Sohnes, nach Studium und Promotion in das Unternehmen einzusteigen. „Mein Vater wäre stolz auf das Geleistete“, sagte sie und zeigte sich „glücklich darüber, dass das Werk meines Vaters durch seinen Enkel fortgeführt wird“. Mit ihrem Mann Dr. Peter Widmann eröffnete sie zum flotten Sound der Kapelle In Music das Tanzparkett. Nicht zuletzt trug auch Maja Petranovic aus Schwabbach zum Gelingen des Abends bei, die die Gäste mit einem Mix aus Ballett und Geigenspiel verzückte.

 

Von Juergen Koch
HEILBRONNER STIMME | Heilbronn | KOLLEKTIVE | 40/41 | Samstag, 29. September 2018

Download Zeitungsartikel 29.09.18

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